Egotuning (2010)

 


 

 


 

„Egotuning“ ist ein Hilfe-zur-Selbsthilfe-Projekt. Ein Video zeigt in Etappen die Aufbereitung von Pokalen – vom Kleintierzüchterpreis zum „transmedialen Award“, vom Hallentunier der Stammtischkicker zum „Turner Prize“. Eine Transformation in Handarbeit. Aus „Ego“ und „to tune“ entsteht ein emotionales Moment, eine nach Innen gerichtete, performative Handlung. So entsteht eine beliebig erweiterbare Sammlung von Pokalen, die nun als Gravur die Schriftzüge renommierter Kunstpreise und Stipendien tragen. Bei dem Anblick der bisweilen 67 Pokale kann das Künstlerin-Ego immer wieder neu getuned werden.

Eine dritte, installative Performance-Dimension bietet Lena Lieselotte Schuster an. Dicht an dicht auf Sockeln stehen in Egotuning Pokale und Trophäen, die von der Künstlerin umfunktioniert wurden. Die originalen Täfelchen sind durch solche ersetzt, auf denen die Namen von allerlei Kunstpreisen und -stipendien zu lesen sind. So wird mit Witz und Nachdruck die Abhängigkeit vieler Künstler von solchen Zuwendungen kritisiert. Zu Recht. (Helmut Ploebst, DER STANDARD,  5.4.2013)

 


 

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